„Christian Zacharias dirigierte ohne Taktstock, doch war seine Klanggestenmalerei mit Armen, Händen und Fingern so inspirierend und zugleich strukturierend, dass wunderbare Musik entstand.“

Christian Zacharias ist der Erzähler unter den Dirigenten und Pianisten seiner Generation. In jeder seiner durchdachten, detailgenauen und klar artikulierten Interpretationen wird deutlich: Zacharias ist an dem interessiert, was hinter den Noten steckt.

Mit einer einmaligen Kombination von Integrität und Individualität, brillanter sprachlicher Ausdrucksfähigkeit, tiefem musikalischen Verständnis und einem sicheren künstlerischen Instinkt, sowie mit seiner charismatischen und einnehmenden Künstlerpersönlichkeit, etablierte sich Christian Zacharias nicht nur als weltweit führender Pianist und Dirigent, sondern auch als musikalischer Denker. Zahlreiche umjubelte Konzerte mit den weltbesten Orchestern, herausragenden Dirigenten und vielfache Ehrungen sowie Aufnahmen zeichnen seine internationale Karriere aus.

Seit 2020 ist Christian Zacharias Erster Gastdirigent beim Orquestra Sinfonica Do Porto Casa da Musica und seit 2021/2022 ebenfalls beim Orquesta Ciudad de Granada. Außerdem ist er seit 2021/2022 als Associate Conductor Teil des künstlerischen Leitungsteams des Orchestre National d’Auvergne.

2020 wurde er zudem zum Ehrendirigenten der George Enescu Philharmonie Bukarest ernannt. Repertoire-Schwerpunkte lagen und liegen auf Schumann, Mozart sowie Haydn und Beethoven. Generell bildet das klassisch-romantische Repertoire einen wichtigen musikalischen Schwerpunkt, so auch bei Wiedereinladungen zu u.a. dem Nationalorchester von Lyon, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Sinfonieorchester von Bilbao, sowie dem Tonhallen-Orchester Zürich. Gerne präsentiert Christian Zacharias in seinen Programmen auch modernere Werke, bspw. von Schönberg und Bruckner.

Rezitale mit Christian Zacharias sind inzwischen eine besondere Rarität und führen in den nächsten Jahren u.a. noch einmal nach Paris, Lyon, Madrid, sowie zur Schubertiade.

Zu Zacharias‘ langjährigen musikalischen Partnern gehören u.a. das Saint Paul Chamber Orchestra, die Göteborger Symphoniker, das Boston Symphony Orchestra, das Kammerorchester Basel, das Konzerthausorchester Berlin und die Bamberger Symphoniker.

Daneben entwickelte er eine besondere Liebe zur Oper und leitete Produktionen von Mozarts La Clemenza die Tito und Le nozze di Figaro sowie Offenbachs La Belle Hélène. Die Produktion von Nicolais Die lustigen Weiber von Windsor, welche er an der Opéra Royal de Wallonie in Liège dirigierte, wurde von der Association Professionnelle de la Critique Théâtre, Musique et Danse in Paris mit dem Prix de l´Europe Francophone 2014/2015 ausgezeichnet.

Seit 1990 entstanden zudem diverse Filme mit Christian Zacharias: Domenico Scarlatti in Sevilla, Robert Schumann – der Dichter spricht (beide für INA, Paris), Zwischen Bühne und Künstlerzimmer (für WDR-arte), De B comme Beethoven à Z comme Zacharias (für RTS, Schweiz) sowie die Aufnahme aller Klavierkonzerte von Beethoven (für SSR-arte).

Seine Klavier-Lectures zu Themen, wie bspw. Warum klingt Schubert wie Schubert oder Haydn, Eine Schöpfung aus dem Nichts?, offerieren seinem Publikum eindrucksvolle Einblicke.

Das musikalische Wirken von Christian Zacharias wurde vielfach geehrt, u.a. mit dem Midem Classical Award Artist of the Year 2007, der ehrenvollen Auszeichnung Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres des französischen Staates sowie einer Ehrung aus Rumänien für seine Verdienste um die Kultur. Darüber hinaus wurde Christian Zacharias 2016 zum Mitglied der Königlichen Schwedischen Akademie für Musik ernannt und erhielt 2017 einen Ehrendoktor der Universität Göteborg.

Zahlreiche von der internationalen Presse hoch gelobte Aufnahmen entstanden in seiner Zeit als Chefdirigent des Orchestre de Chambre de Lausanne. Besonders hervorzuheben ist die Gesamtaufnahme aller Klavierkonzerte Mozarts – ausgezeichnet mit dem Diapason d’Or, Choc du Monde de la Musique und ECHO Klassik – sowie aller Sinfonien Schumanns.

Seit 2015 ist Zacharias Vorsitzender der Jury des Clara Haskil Wettbewerbs, so auch in 2021. 2018 war er ebenfalls Präsident der Jury des Geza Anda Wettbewerbs und leitete das Final-Konzert.

 

Saison 2021/2022 | Anfangszitat: Süddeutsche Zeitung, 22. Oktober 2017.
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

© 2013 by Christian Zacharias